CHAMPAGNER HERSTELLER

 

GASTON CHIQUET
Die Ursprünge der Familie lassen sich bis ins 16. Jahrhundert nach Grauves zurückverfolgen. 1746 pflanzte ein gewisser Nicolas Chiquet die ersten Reben. Gaston Chiquet gründete 1915 zusammen mit seinem Bruder Fernand die Marke Chiquet Frères, 1935 trennten sie sich, und er startete seine eigene Marke Gaston Chiquet. In den fünfziger Jahren vergrößerte er den Besitz zusammen mit seinem Sohn Claude. Heute sind Antoine und Nicolas Chiquet in achter Generation für die Champagner von Gaston Chiquet zuständig. Sie haben Weinberge in Dizy, Hautvillers, Mareuil-sur-Ay und Ay, in Crugny und Nanteuil.
Alle Champagner sind füllig und konzentriert, fruchtbetont und weinig, obwohl alle Cuvées einen deutlichen Chardonnayanteil enthalten. Sie bestechen durch ihre Harmonie und Länge. Vor allem die Jahrgangschampagner eignen sich bestens als Essensbegleiter.

EGLY-OURIET
Francis Egly besitzt Weinberge in Ambonnay, Bouzy und Verzenay, sowie in Vrigny (Pinot Meunier). Die Reben sind durchschnittlich 40 Jahre alt, der älteste Weinberg wurde 1947 gepflanzt.
Auf allen Flaschen wird die Dauer der Lagerung auf der Hefe ebenso vermerkt wie der Monat des Degorgements. Die durchschnittliche Flaschenlagerung beträgt fünf Jahre. Die Champagner von Egly-Ouriet gehören zweifellos zu den besten. Sie sind kompromisslos, klar und kraftvoll. Auch bestechen sie mit viel Substanz und Komplexität, sind beeindruckend nachhaltig und gehören zu den faszinierendsten Weinen, die die Champagne derzeit zu bieten hat. Sehr pinotgeprägt und können so vielseitig zu Speisen eingesetzt werden, auch zu Fleisch. Es sind allesamt Champagner, die von weiterer Flaschenlagerung noch profitieren.

FLEURY Père et Fils
Seit 1895 baut die Familie Fleury Wein in Courteron an. 1901 pflanzte Emile Fleury nach dem Reblausbefall als Erster in der Region gepfropfte Pinot Noir-Rebstöcke. Robert Fleury füllte 1929 seine ersten Champagner unter eigenem Etikett ab und gehörte damit zu den ersten Récoltant-Manipulants in der Champagne. 1989 hat Jean-Pierre Fleury drei Hektar seines Weingutes auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt, seit 1992 wird die gesamte Rebfläche nach biodynamischen Prinzipien bewirtschaftet, Jean-Pierre Fleury ist ebenfalls Mitglied bei Demeter. Bereits seit 1970 wurde nur noch organischer Dünger verwendet, auf den Einsatz von Herbiziden wurde gänzlich verzichtet.

Die Champagner von Jean-Pierre Fleury sind alle füllig und fruchtbetont, sie sind sehr ausgewogen und lang. In den letzten Jahren haben sie an Komplexität gewonnen, sind mineralischer und nachhaltiger, puristischer und präziser.

LARMANDIER-BERNIER
Die Weinberge von Larmandier-Bernier liegen an der Côte des Blancs, in Vertus, Cramant, Chouilly, Avize und Oger. Neben Chardonnay besitzt er auch zwei Hektar Pinot Noir. Seine Reben sind im Durchschnitt 35 Jahre alt. Pierre Larmandier bewirtschaftet seine Weinberge nach biodynamischen Richtlinien.
Er vergärt die Weine ausschliesslich mit ihren natürlichen Hefen, alle Weine durchlaufen die malolaktische Gärung. Die Dosage hält er sehr niedrig, meist zwischen 2 und 5 Gramm je Liter, alle Champagner sind seit einigen Jahren Extra-Brut-Champagner, der „Terre de Vertus“ erhält überhaupt keine Dosage. Die Reserveweine werden in großen Eichenholzfässern und in Barriques aufbewahrt.

Die Champagner von Pierre Larmandier sind kraftvoll und konzentriert, füllig bei reifer Frucht, besitzen Substanz und Länge, manchmal mit viel Nachhall und mineralischen Noten im Abgang. Es sind sehr eigenständige, ja manchmal eigenwillige Champagner, die sich – als Chardonnay-Champagner – vielseitig zum Essen einsetzen lassen.

GEORGES LAVAL
Der biodynamische Winzer Vincent Laval hat den Betrieb 1996 von seinem Vater übernommen. Im Durchschnitt produziert er pro Jahr ca. 9000 Flaschen. Bereits seit 1971 werden die Weinberge biologisch bewirtschaftet. Vincent Laval hat seine Weingärten mit den drei klassischen Champagnertrauben Pinot Meunier, Chardonnay und Pinot Noir bepflanzt. Die Hälfte der Reben sind über 30 Jahre alt, die ältesten sogar mehr als 60 Jahre. Alle Weine werden mit ihrer natürlichen Hefe vergoren und nicht chaptalisiert. Diese werden 10 Monate in Eichenfässern ausgebaut und getrennt nach Rebsorten und Einzellagen. Seine Champagner werden nur schwach geschwefelt, nicht geschönt und nicht filtriert. Sie werden mindestens vier Jahre auf der Hefe ausgebaut. Vincent Lavals Champagner haben in den letzten Jahren enorm an Präzision und Nachhaltigkeit gewonnen. Inzwischen sind sie herrlich kraftvoll und puristisch und gehören zu den faszinierendsten Champagnern. Großer Stoff, ein Muss für alle, die nicht Bläschen suchen, sondern das Terroir.

JEAN-LOUIS VERGNON
Jean-Louis Vergnon erzeugte 1985 seine ersten Champagner, seit 2001 unter der Leitung von Christophe Constant. Alle Champagner werden mindestens drei Jahre auf der Hefe ausgebaut. Die Dosage liegt bei allen Champagnern im Bereich Extra Brut.

Die Champagner von Jean-Louis Vergnon bestachen schon immer mit ihrer reintönigen Frucht und feinen mineralischen Noten, waren immer schon klar und zupackend, sehr typisch für Champagner aus Le Mesnil. In den letzten Jahren haben sie weiter an Komplexität und Nachhaltigkeit gewonnen, beeindrucken mit ihren salzig-mineralischen Noten im Abgang. Es sind Champagner, die sich aufgrund ihrer Mineralität und ihrer geringen Dosage hervorragend als Aperitif, zu Meeresfrüchten oder zu Fischgerichten aller Art eignen.